Wie die Gaststubenbühne in den Astnersaal kam

ein kleines Stück Wörgler Kulturgeschichte

Die Gaststubenbühne Wörgl verdankt ihren Namen dem ersten Veranstaltungsort, in dem die nunmehr 38 Jahre währende Bühnengeschichte ihren Lauf nahm – der Stube des längst aufgelassenen Gasthof Aufinger. Mit Sigi Zimmerschieds hintergründiger und böser Polit-Farce Für Frieden und Freiheit startete 1986 eine kleine Gruppe hochmotivierter theater- und kulturbegeisterter junger Menschen aus einer spontanen Idee heraus ein Projekt, das seit nunmehr beinahe 4 Jahrzehnten Bestand und seinen festen, unverrückbaren Platz im Unterländer Kulturgeschehen hat. Angetrieben von den ersten Erfolgen wurde bald ein Verein gegründet und der Plan gefasst, weitere Stücke in Wörgl abseits der damals gängigen bäuerlichen Schwänke zu spielen.

Mangels einer eigenen Bühne wurde über viele Jahre in unterschiedlichsten Lokalitäten, Versammlungszentren und Tagungshäusern gespielt. Ab 1996 wurde für einige Jahre das neu errichtete Veranstaltungszentrum Komma genützt. Da die dortige Bühne aber mit einer Vielzahl anderer Veranstalter geteilt werden musste, wurde die Gaststubenbühne spätestens mit dem Plan, Michael Frayns Der nackte Wahnsinn mit seinen komplizierten Bühnenvorgaben zu inszenieren, vor praktische Herausforderungen gestellt, die in dieser Lokalität nicht mehr lösbar waren.

Eine sehr glückliche Fügung führte 2005 in den damals kaum benützten Astnersaal der Alten Post – eine Fügung, die, was damals noch niemand zu glauben gewagt hätte, zu einer 20 jährigen, eng verbundenen gemeinsamen Geschichte der Alten Post mit der Familie Silberberger und der Gaststubenbühne Wörgl geführt hat.

Plötzlich stand ein Saal mit einer einzigartigen Geschichte zur Verfügung, der es aufgrund seiner Größe, Höhe sowie der während der Proben- und Spielzeit ausschließlichen Nutzung ermöglichte, Bühnenbilder zu entwerfen und Stücke zu spielen, die sonst in der Regel großen Häusern vorbehalten waren. So konnten sich die Brandstifter in Biedermanns
Haus mit 10 Benzinfässern in einem „echten“ Dachboden einnisten, das Freudenhaus im Floh im Ohr hatte eine komplette Ober-Etage und die Kulisse von Die Firma dankt bestand aus über 6 Meter hohen, riesigen Stoffbahnen, die an überdimensionale Lamellen-Jalousien erinnerten und so den Protz des Firmengästehauses glaubwürdig darstellten. In Kaurismäkis Der Mann ohne Vergangenheit konnte eine Bühne auf der Bühne in Form eines riesigen drehbaren Kubus bespielt werden.

Die Einzigartigkeit dieses Saals und sein ganz besonderes Ambiente reizten unterschiedlichste Regisseure, mit der Gaststubenbühne zu arbeiten und besondere Ideen umzusetzen. Helmuth A. Häusler, Gaststubenbühnen-Urgestein, startete seine Schauspielkarriere nicht nur an dieser Bühne, wo er etwa in der Titelrolle von Hermanns Schlacht reüssierte, sondern inszenierte hier nicht weniger als 7 Stücke. Konrad Hochgruber schlug im Hofer-Jahr 2009 die Uraufführung der Groteske Das Hofer-Casting vor und inszenierte das Stück von Brigitte Knapp und Fabian Nemetz als grelle Farce. Gerhard Salchner errichtete für Petr Zelenkas Schrottengel eine auf riesige Stoffbahnen gedruckte
tschechische Plattenbausiedlung.

25 eigene Produktionen brachte der Verein seit dem nackten Wahnsinn vor 20 Jahren im Astnersaal auf die Bühne. Dazu kamen Kabarett-Abende, ein Theatergastspiel und Gaststubenkino-Aufführungen. Und irgendwann war klar, dass nach vielen Jahren der Gerüchte, des Bangens und des Hoffens nun, im Frühjahr 2025, tatsächlich die Zeit für die letzte Aufführung und den letzten Vorhang genommen ist.

Der Astnersaal wird Ende April 2025 seine letzte Theateraufführung erleben. Dafür sollten noch einmal alle Register gezogen werden. Stefan Bric brachte die wunderbare Idee, noch einmal einen der – wenn nicht den – größten österreichischen Dramatiker Ödön von Horváth und dessen vielleicht wichtigstes Werk Geschichten auf den Wienerwald als fulminanten Abschluss diesen so lieb gewonnenen Saales zu inszenieren.

Wenn auch die derzeitige Heimat der Gaststubenbühne, der geschichtsträchtige Astnersaal, selbst bald Geschichte sein wird, da das Haus einem Neubau weichen muss, so blicken die Bühne und der Verein mit ihren begeisterten und engagierten Mitgliedern doch in freudig positiver Erwartung einer spannenden Zukunft mit neuen Herausforderungen entgegen. Wo auch immer wir eine neue Heimat finden mögen, das bewährte Konzept der Gaststubenbühne  – die stete Offenheit für Neues – bleibt mit Sicherheit bestehen.

Der König lebt!

Gastspiel in Ebbs

Er wird im April und Mai noch einmal sein Unwesen treiben. Doch die Gesellschaft um Konstantin König, den King, zieht um – zum Sattlerwirt nach Ebbs. Das garantiert neben amüsanter Krimispannung die dazugehörigen kulinarischen Genüsse – einen kulinarischen Krimi vom Feinsten eben.

Der GAST ist KÖNIG

Nach sechs ausverkauften Vorstellungen im Astnersaal Wörgl wird die GASTstubenbühne ein GASTspiel im GASThof Sattlerwirt in Ebbs geben: Der kulinarische Krimi The King is Dead verspricht Spannung und Unterhaltung umrahmt von einem kulinarischen Dreigänge-Menü aus der bewährten Küche des Sattlerwirts. Und das Publikum ist Teil des Krimis und live dabei. Denn der Ermittler wird wohl auf die Hilfe des Publikums angewiesen sein.

Der Verkauf läuft bereits – rechtzeitig Karten sichern!!!

The King is Dead, 27.&28. April und 4.&5. Mai 2024 im Sattlerwirt Ebbs

Kartenverkauf inclusive 3-Gang-Menü (Fleisch oder vegetarisch) ausschließlich über die Website der Gaststubenbühne: http://www.gsbw.net

Und wieder ein Jahr

Aktuell: Ziemlich beste Freunde, Arche Noe, Kufstein

Kinder…! Mit leichtem Entsetzten stelle ich fest, dass der letzte Blog-Beitrag beinahe schon ein Jahr zurück liegt. Zeit für einen Rückblick und eine Vorschau. Es hat sich was getan…

The King Is Dead

Anfang April 2023 wurde ein schauriger Herbst angekündigt. Ein Mord mitten im Astenersaal des Hotels Alte Post Wörgl stand auf dem Menüplan. Mit „The King Is Dead“ galt es, einen kulinarischen Krimi umrahmt von einem mehrgängigen Menü zu servieren. Bis dahin war aber noch ein weiter Weg und viele, viele Stunden Arbeit lagen vor unserem Team. Denn wir wollten die womöglich letzte Gelegenheit der Benützung unseres so lieb gewonnenen Astnersaals mit einem bombastischen Finale feiern! Allein 16 Spieler auf der Bühne, dazu ein 6-köpfiges Service Team, Maske, Technik, und was dazu gehört. Eine so große Produktion hatte es bislang bei der Gaststubenbühne kaum je gegeben. Das erfordert Disziplin, Engagement, Idealismus und vor allem aber viel Freude. Ich denke, wir konnten all das glücklich vereinen und die Belohnung waren sechs noch vor der Premiere völlig ausverkaufte Aufführungen und ein begeistertes Publikum.

Das Krimi-Team – leider ohne King, denn der is dead

Gastspiele in Ebbs

Der Erfolg führte auch zu Gastspielanfragen, und obwohl wir bei auswärtigen Aufführungen eher zurückhaltend sind, reizte uns insbesondere jene des Gasthauses und Seminarhotels Sattlerwirt in Ebbs. Ein schöner, großer Seminarraum und die bekannt hervorragende Küche dieses Hauses waren uns doch Versuchung genug, Ende April und Anfang Mai 2024 vier Gastspiele in Ebbs zu geben. Wir sind schon sehr gespannt.

Die Gaststubenbühne beim Wörgler Kulturfest

Im Sommer 2023 veranstaltete das Kulturreferat der Stadt Wörgl erstmalig das „Guggi-Kultur-Fest“ auf dem Gelände des ehemaligen Wave. Die Gaststubenbühne war eingeladen – wir präsentierten unsere Arbeiten und den Verein in unserem Theaterstand in dem schönen Gartengelände und stießen auf reges Interesse. Das Wichtigste aber: uns hat’s riesen Spaß gemacht!

Das GSBW-Team beim Guggi-Fest

Darstellendes Spiel

In der vierten Quartals-Ausgabe der Zeitschrift des Theaterverbandes Tirol „Darstellendes Spiel“ war die Gaststubenbühne Wörgl gleich zwei mal vertreten: ich durfte unsere Bühne, deren Geschichte und Zukunft auf einer Doppelseite (S 18f) präsentieren; zudem fand sich in dem Heft ein schöner Bericht Franz Osls über den Dinner-Krimi „The King Is Dead“ (S 24f).

Das Heft als PDF-Download: hier anklicken

Ziemlich beste Freunde

Und dann beschritt ich in diesem Jahr auch noch neue Wege abseits der Gaststubenbühne: schon vor längerer Zeit hatte mich der Betreiber des Theaters in der Arche Noe, Kufstein, Stefan Bric, gefragt, ob ich an der Bühnenfassung von Ziemlich beste Freunde interessiert wäre und den Phillip mimen würde. Ich hatte spontan zugesagt. Bald merkte ich jedoch, dass mich diese weitere Aufgabe mehr fordern würde, als zuerst gedacht und ich mit meinen Amateurtheater-Kapazitäten an die Grenzen kam.

Die Arbeit mit dem tollen Team unter der Regie von Stefan Bric war spannend und großartig, aber auch sehr aufwändig. Eine Rolle zu spielen, die meinem Typ so diametral entgegensteht und kaum Bewegungen zuläßt, war für mich eine besondere und gänzlich ungewohnte Herausforderung. Am 16. Februar fand schließlich die Premiere vor ausverkauftem Haus statt. Den Publikumsreaktionen darf ich entnehmen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Es stehen noch zahlreiche Aufführungen bevor — der Run auf die Karten ist unbeschreiblich. Ich schätze mich glücklich und dankbar, Teil dieses großartigen Projekts sein zu dürfen.

Premieren-Applaus, mit Regisseur Stefan Bric
Hier gehts zum Kartenverkauf Achtung: es gibt Zusatztermine!

diesen Herbst wird‘s schaurig

Krimi-Spektakel in Wörgl

Genau zehn Jahre nach dem überwältigenden Erfolg von „Das letzte Lied“ wird sich die Gaststubenbühne Wörgl noch einmal an ein kulinarisches Krimi-Spektakel wagen. Das Stück aus der Feder von Thomas Kraft wird umrahmt von einem mehrgängigen Menü aus der exquisiten Küche der Alten Post in Wörgl. Wir bitten zu Tisch.

Vorreservierungen demnächst auf der Seite http://www.GSBW.net

and the winner is …

Verein und Obmann gratulieren

Die Gaststubenbühne Wörgl hatte die Geschichte für einen kulinarischen Krimi ausgeschrieben. Jede und jeder konnte mitmachen. Zahlreiche Geschichten wurden anonym eingereicht, einer Fachjury vorgelegt und von dieser bewertet. Auch ich hatte eine Krimi-Idee und war sehr überrascht, dass meine Geschichte die höchste Bewertung erfuhr.

Zweiundzwanzig Einreichungen aus ganz Österreich und Deutschland liefen bei dem Wörgler Anwaltsbüro, das die Sammlung, die anonyme Weiterleitung der Texte an die Jury-Mitglieder und die Punkteauswertung übernommen hatte, ein. Die siebenköpfige hochrangige Jury aus den Bereichen Schauspiel, Jury, Literatur, Film, Theaterverband und Journalismus bewertete die jeweils besten drei Einreichungen und vergab entsprechende Punkte. So vielfältig die Beträge waren, so unterschiedlich waren auch die Bewertungen. Letztlich setzte sich aber doch The King is Dead recht eindeutig durch, was mich sehr stolz, aber auch ein wenig verlegen machte.

Ich schlug vor, meine Einreichung außer Konkurrenz laufen zu lassen. Der Verein lehnte jedoch ab und wollte den Siegertext jedenfalls spielen. So bot ich an, das komplette Stück dazu zu schreiben und damit bin zur Zeit beschäftigt.

Da der Theaterverein Ende März die höchst erfreuliche Nachricht bekam, dass der Astnersaal und das Gasthaus Alte Post noch ein weiters Jahr zur Verfügung stehen werden, scheint gesichert, dass wir unseren kulinarischen Krimi mit der hervorragenden Küche der Familie Silberberger im Herbst darbringen können.

Es soll ein fulminantes Finale im Astnersaal unter Beteiligung aller Vereinsmitglieder werden, mit dem wir uns bei unseren langjährigen Gastgebern, unserem treuen Publikum und hoffentlich auch vielen neuen Gästen bedanken wollen.

Die Daten der Aufführungen werden bald bekannt gegeben, Vorreservierungen sind in Kürze über die Homepage http://www.GSBW.net möglich.

Geschichten, wie soll ich das sagen, wollen erzählt werden!

Ö1 hat wieder, wie jedes Jahr, einen Kurzhörspiel-Wettbewerb ausgeschrieben. Bedingung: maximal 5 Minuten, ein Geräusch und ein Satz, diesmal: „Wie soll ich das sagen“. Entweder der vorgegebene Satz springt mich an und offenbart mir sofort eine Geschichte (wie vor zwei Jahren), oder er tut es eben nicht (wie etwa im Vorjahr: „Probieren wir’s aus“). Diesmal tat er’s und deshalb habe ich eingereicht. Die Beträge sind ab sofort auf Ö1 Track 5′ zu hören.

Ein Hörspiel ist für mich ein Spiel. Ich bin da, ehrlich gesagt, weniger an Sprach- und Ton-Experimenten interessiert, als an Geschichten. Wieviel Geschichte kann man in 5 Minuten erzählen? Ich klicke mich immer wieder durch die verschiedenen Beiträge, die Jahr für Jahr auf den Ö1 Track 5′ Seiten veröffentlicht werden. Da stößt man auf großartige Ideen und liebevoll und detailreich gestaltete Tonaufnahmen – aber, wie soll ich das sagen, ich vermisse oft die Geschichte, die mich in diesen fünf Minuten so fesseln sollte, dass ich mir gern die Zeit nehme, den Beitrag zu Ende zu hören.

Ich habe versucht, eine zu erzählen. Ich weiß, Sieger sehen anders aus, aber ich hoffe, es macht ein wenig Spaß. Track 5′: Blöd gelaufen

Geschichten gesucht!

Jede/r kann mitmachen. Es winken 1000 Euro! Gesucht wird eine Idee, die zu einem Krimi-Theaterstück entwickelt werden kann, umrahmt von einem mehrgängigen Menü für bis zu 80 Gäste im historischen Astnersaal im Hotel Alte Post in Wörgl.


Die Gaststubenbühne Wörgl startet wieder einen AutorInnenwettbewerb für ein Theater-Projekt im Frühjahr 2023: Sie ist auf der Suche nach einer Idee, die zu einem Krimi-Theaterstück entwickelt werden kann, umrahmt von einem mehrgängigen Menü für bis zu 80 Gäste – stattfinden soll das Ganze im historischen Astnersaal im Hotel Alte Post in Wörgl.

Bereits 2013 konnte man nach einer Ideen-Ausschreibung für einen Krimi höchst erfolgreich das daraus entwickelte Stück „Das letzte Lied“ aufführen. „Wir suchen diesmal eine spannende, humorvolle, satirische oder auch tragische Geschichte – einzige Bedingung ist ein kriminalistischer Bezug. Auf der Grundlage der eingereichten Ideen werden die Mitwirkenden unter Anleitung der Regie durch Improvisation ein Theaterstück entwickeln“, sagt Gaststubenbühnen Wörgl Obmann Stuart Kugler, „wir können auch diesmal wieder ein Preisgeld von 1.000 Euro an den oder die Wettbewerbssieger/in weitergeben. Die Sparkasse Wörgl wird uns freundlicherweise mit einem Betrag von 500 Euro unterstützen.“

Die Gaststubenbühne Wörgl schreibt den Wettbewerb wie folgt aus: Gesucht wird eine Geschichte für ein Krimi-Stück. Veranstaltungsort ist, wie oben erwähnt, der Astner Saal in Wörgl. Es soll ein mehrgängiges Menü für bis zu 80 Gäste pro Aufführung serviert werden, wobei die Darstellerinnen und Darsteller vor und zwischen den einzelnen Gängen das daraus entwickelte Stück für das Publikum spielen.

„Wir suchen kein fertiges Theaterstück, sondern eine Geschichte, aus der wir mittels Improvisation und Interaktion in unserer Probenarbeit ein Stück gestalten können. Die Geschichte soll bis maximal 5 Seiten lang sein, das Genre ist dabei nicht fix, lediglich das Oberthema Krimi soll deutlich werden. Es kann auch ein Bezug zu Wörgl bzw. zum Tiroler Unterland bestehen – dies ist aber kein Muss“, heißt es in der Ausschreibung.

Die zeitgerecht eingereichten Texte werden vom Vereinsvorstand gemeinsam mit weiteren Jurymitgliedern anonym gelesen und beurteilt. Finden sich unter den Einreichungen Geschichten, die für eine dramatische Umsetzung für das Frühjahrsstück geeignet erscheinen, so soll die Erstgereihte im April 2023 umgesetzt werden. Der/die Autor/in erhält dabei ein Preisgeld von Euro 1.000,00.

Einsendeschluss: Die Texte sind bis spätestens 31.10.2022 als Word-Dokument an kanzlei@ra-steinbacher.at zu senden. Die Texte selbst haben einen Titel /eine Überschrift zu tragen, auf dem Text selbst dürfen weder der Name, noch sonstige Angaben zum/zur Autor/in zu lesen sein. In der E-Mail ist der Titel des Textes nochmals zu nennen, daneben sind Name, Adresse, Mailadresse und Telefonnummer anzuführen. Ein Autorenkollektiv ist zulässig, wird jedoch wie ein/e Autor/in behandelt.

Die Teilnahme ist nur unter folgenden Bedingungen erlaubt und durch die Teilnahme erklärt der/die Autor/in, mit den Bedingungen einverstanden zu sein: Der/die Autor/in ist, sofern nicht schriftlich ausdrücklich anders erklärt wird, mit einer allfälligen Veröffentlichung der Geschichte durch die Gaststubenbühne Wörgl, z. B. auf deren Website, einverstanden. Die Bewertung des Textes obliegt der freien nicht überprüfbaren Entscheidung des Vorstandes der Gaststubenbühne Wörgl und der zusätzlichen Jurymitglieder. Ein Anspruch auf einen bestimmten Ausgang des Wettbewerbes oder eine bestimmte Platzierung, sowie auf bestimmte Beurteilungskriterien besteht nicht und ist nicht klagbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Mit dem Preisgeld von 1.000 Euro überträgt der/die Wettbewerbssieger/in alle Rechte an der Idee der Geschichte an die Gaststubenbühne Wörgl, so insbesondere die Rechte an der Verwertung und der Aufführung ohne Anspruch auf weiteres Entgelt, jedoch unter Nennung seiner/ihrer Autorenschaft.

Das lachende und das weinende Auge

Der Herr Karl ist abgespielt – Ende Mai verabschiedeten unsere Conférencières zum letzten Mal ein begeistertes Publikum aus einem voll besetzten Heurigen, in dessen Ambiente der Herr Karl seine Lebensgeschichten und -weisheiten zum Besten gegeben hatte. Wir blicken zurück mit einem lachenden und einem weinenden Auge, genau so, wie es im Theater sein soll.

Das lachende zuerst: es ist immer wieder eine Erleichterung, wenn der letzte Vorhang fällt und man resümieren kann: alles hat funktioniert, keine Aufführung musste krankheits- oder verletzungsbedingt abgesagt werden, keine Pandemie hat der Produktion einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Publikum war angetan, der Run auf die letzten Vorstellungen hat gezeigt, dass die Mundpropaganda zugeschlagen hat und der Weg der Richtige war. Das weinende Auge macht schmerzlich klar, dass nun ein weiteres Kapitel in unserer Bühnengeschichte abgeschlossen und das geniale Stück Der Herr Karl nach knapp einem Monat auch schon wieder Geschichte ist.

Aber der Herr Karl wird wohl noch länger nachwirken. Zu scharf trifft er den Nerv der Zeit – seiner wie unserer. Die vielen Reaktionen aus dem Publikum, die die unerwartete Aktualität des Stücks immer wieder bestätigt haben, scheinen uns recht zu geben.

Lieber Herr Karl, wir verabschieden uns von Ihnen mit einem weinenden – aber letztlich vor allem mit einem lachenden Auge! Gemma!

G‘schichten beim Heurigen in Tirol

Wörgl ist jetzt nicht gerade die Weingegend. Aber einen feinen Tropfen mit einer herzhaften Jause in geselliger Runde genießt man auch hierorts gern. Und der Astnersaal bietet dafür ein erstaunlich stimmiges Ambiente.

Beim Einlass in den Saal, eine Stunde vor Spielbeginn, hört man so manches erstaunte „ahhh“! Kein Wunder, denn zu diesem Zeitpunkt hat das Service- und Bar-Team um Birgit Hermann-Kraft allabendlich schon drei Stunden Arbeit hinter sich, um diesen einzigartigen Saal in einen gastlichen Heurigen zu verwandeln und den eintretenden Gästen mit einem appetitlichen Jausenbüffet aufzuwarten.

Die Stimmung steigt meist rasch, beflügelt von einem Glas Weißburgunder oder einem grünen Veltliner aus Gumpoldskirchen. Dazu trägt auch die feine Zither-Musik von Markus Mitterer bei, der die Gäste gepflegt unterhält. Einer dieser Gäste hat seinen „letzten Tag in Freiheit“ mit mehreren Achterln Rot begossen, denn morgen fängt er eine neue Hack‘n an, eine neue Arbeit im Magazin eines Feinkostladens.

Und dieser Gast zieht immer mehr die Aufmerksamkeit auf sich, bis die anderen Gäste zu Zuschauern werden und zwei Conférencières die „entzückenden Damen“ und „noch entzückenderen Herren“ in „diesem Heurigen, diesem Theater“ willkommen heißen. Und so bleibt der Gast auch dann Teil des Stücks, wenn einer aus seinen Reihen auf die Bühne tritt und die Geschichte erzählt. Seine Geschichte? Unsere Geschichte?

Der HERR KARL – letzte Aufführungen im Astnersaal Wörgl: FR 20.5. SO 22.5. und MI (vor dem Feiertag) 25.5.2022 – zu buchen über http://www.GSBW.net – beachten Sie die jeweiligen Beginnzeiten.

Der Herr Karl ist in Wörgl angekommen

„Schaun‘s, is doch eigentlich schön, Österreich. Und ma kennt‘s gar net“ – „Ja, ja, wirklich. Des mecht ma gar net glaubn, wann ma so in Wien is …“

Lang hat‘s gedauert. 60 Jahre, um genau zu sein, bis der Herr Karl auch nach Wörgl gekommen ist. Und damit er sich hier wohl und heimisch fühlt, haben ihm die Wörgler einen Heurigen eingerichtet und ihn mit Gumpoldskirchner Wein und Heurigenschmankerln empfangen. Der Herr Karl dankt es den Tirolern, indem er einen Monat hier bleiben wird. Also genug Zeit, ihn einmal im Astnersaal zu treffen.

Am 29. April war Premiere vor vollem Haus. Ein bunt gemischtes, best aufgelegtes Heurigenpublikum wurde vom Chef Stuart Kugler persönlich in Empfang genommen und zu den Plätzen geleitet. Das Service-Team unter Birgit Hermann-Kraft – Priska Mey, Anna und Hildegard Etzelstorfer – versorgte die Gäste mit einer zünftigen Heurigen-Jause, die Fleischliebhaber wie auch Vegetarier gleichermaßen mit selbst gemachtem aufgeschnittenem Schweinbratl, Erdäpfelkas und anderen Köstlichkeiten begeisterte. Die Heurigenweine und Traubensaft aus Gumpoldskirchen, kredenzt im Riedel-Glas, wurden von Barmann Christian Widauer ausgeschenkt, während die Gesellschaft mit feiner Zither-Musik von Markus Mitterer unterhalten wurde.

Die Conférencières Susanne Vikoler und Nachwuchstalent Emma Heiss (9), ausgestattet von Kathrin Puchwald und geschminkt von Nadine Sophie Hafner, begrüßten die Gäste mit einem von Markus Mitterer auf der Gitarre begleiteten Couplet, bevor der Herr Karl erstmals die Wörgler Bühne betrat. „Mir brauchen se gar nix derzähln, weil, i kenn des …“ – Und der Rest ist eh Geschichte!

Das Premierenpublikum dankte mit standing ovations. Wir danken zurück!

Infos und Buchung: www.gsbw.net

Die weiteren Spieltermine:

SA 30.04.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
FR 06.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SA 07.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
DO 12.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SA 14.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SO 15.05.2022, 19:00 Uhr – Heurigen 18:00 Uhr
FR 20.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SO 22.05.2022, 19:00 Uhr – Heurigen 18:00 Uhr
MI 25.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hotel Alte Post, Astnersaal, Andreas Hofer-Platz 2, Wörgl.