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Geschichten gesucht!

Jede/r kann mitmachen. Es winken 1000 Euro! Gesucht wird eine Idee, die zu einem Krimi-Theaterstück entwickelt werden kann, umrahmt von einem mehrgängigen Menü für bis zu 80 Gäste im historischen Astnersaal im Hotel Alte Post in Wörgl.


Die Gaststubenbühne Wörgl startet wieder einen AutorInnenwettbewerb für ein Theater-Projekt im Frühjahr 2023: Sie ist auf der Suche nach einer Idee, die zu einem Krimi-Theaterstück entwickelt werden kann, umrahmt von einem mehrgängigen Menü für bis zu 80 Gäste – stattfinden soll das Ganze im historischen Astnersaal im Hotel Alte Post in Wörgl.

Bereits 2013 konnte man nach einer Ideen-Ausschreibung für einen Krimi höchst erfolgreich das daraus entwickelte Stück „Das letzte Lied“ aufführen. „Wir suchen diesmal eine spannende, humorvolle, satirische oder auch tragische Geschichte – einzige Bedingung ist ein kriminalistischer Bezug. Auf der Grundlage der eingereichten Ideen werden die Mitwirkenden unter Anleitung der Regie durch Improvisation ein Theaterstück entwickeln“, sagt Gaststubenbühnen Wörgl Obmann Stuart Kugler, „wir können auch diesmal wieder ein Preisgeld von 1.000 Euro an den oder die Wettbewerbssieger/in weitergeben. Die Sparkasse Wörgl wird uns freundlicherweise mit einem Betrag von 500 Euro unterstützen.“

Die Gaststubenbühne Wörgl schreibt den Wettbewerb wie folgt aus: Gesucht wird eine Geschichte für ein Krimi-Stück. Veranstaltungsort ist, wie oben erwähnt, der Astner Saal in Wörgl. Es soll ein mehrgängiges Menü für bis zu 80 Gäste pro Aufführung serviert werden, wobei die Darstellerinnen und Darsteller vor und zwischen den einzelnen Gängen das daraus entwickelte Stück für das Publikum spielen.

„Wir suchen kein fertiges Theaterstück, sondern eine Geschichte, aus der wir mittels Improvisation und Interaktion in unserer Probenarbeit ein Stück gestalten können. Die Geschichte soll bis maximal 5 Seiten lang sein, das Genre ist dabei nicht fix, lediglich das Oberthema Krimi soll deutlich werden. Es kann auch ein Bezug zu Wörgl bzw. zum Tiroler Unterland bestehen – dies ist aber kein Muss“, heißt es in der Ausschreibung.

Die zeitgerecht eingereichten Texte werden vom Vereinsvorstand gemeinsam mit weiteren Jurymitgliedern anonym gelesen und beurteilt. Finden sich unter den Einreichungen Geschichten, die für eine dramatische Umsetzung für das Frühjahrsstück geeignet erscheinen, so soll die Erstgereihte im April 2023 umgesetzt werden. Der/die Autor/in erhält dabei ein Preisgeld von Euro 1.000,00.

Einsendeschluss: Die Texte sind bis spätestens 31.10.2022 als Word-Dokument an kanzlei@ra-steinbacher.at zu senden. Die Texte selbst haben einen Titel /eine Überschrift zu tragen, auf dem Text selbst dürfen weder der Name, noch sonstige Angaben zum/zur Autor/in zu lesen sein. In der E-Mail ist der Titel des Textes nochmals zu nennen, daneben sind Name, Adresse, Mailadresse und Telefonnummer anzuführen. Ein Autorenkollektiv ist zulässig, wird jedoch wie ein/e Autor/in behandelt.

Die Teilnahme ist nur unter folgenden Bedingungen erlaubt und durch die Teilnahme erklärt der/die Autor/in, mit den Bedingungen einverstanden zu sein: Der/die Autor/in ist, sofern nicht schriftlich ausdrücklich anders erklärt wird, mit einer allfälligen Veröffentlichung der Geschichte durch die Gaststubenbühne Wörgl, z. B. auf deren Website, einverstanden. Die Bewertung des Textes obliegt der freien nicht überprüfbaren Entscheidung des Vorstandes der Gaststubenbühne Wörgl und der zusätzlichen Jurymitglieder. Ein Anspruch auf einen bestimmten Ausgang des Wettbewerbes oder eine bestimmte Platzierung, sowie auf bestimmte Beurteilungskriterien besteht nicht und ist nicht klagbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Mit dem Preisgeld von 1.000 Euro überträgt der/die Wettbewerbssieger/in alle Rechte an der Idee der Geschichte an die Gaststubenbühne Wörgl, so insbesondere die Rechte an der Verwertung und der Aufführung ohne Anspruch auf weiteres Entgelt, jedoch unter Nennung seiner/ihrer Autorenschaft.

Das lachende und das weinende Auge

Der Herr Karl ist abgespielt – Ende Mai verabschiedeten unsere Conférencières zum letzten Mal ein begeistertes Publikum aus einem voll besetzten Heurigen, in dessen Ambiente der Herr Karl seine Lebensgeschichten und -weisheiten zum Besten gegeben hatte. Wir blicken zurück mit einem lachenden und einem weinenden Auge, genau so, wie es im Theater sein soll.

Das lachende zuerst: es ist immer wieder eine Erleichterung, wenn der letzte Vorhang fällt und man resümieren kann: alles hat funktioniert, keine Aufführung musste krankheits- oder verletzungsbedingt abgesagt werden, keine Pandemie hat der Produktion einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Publikum war angetan, der Run auf die letzten Vorstellungen hat gezeigt, dass die Mundpropaganda zugeschlagen hat und der Weg der Richtige war. Das weinende Auge macht schmerzlich klar, dass nun ein weiteres Kapitel in unserer Bühnengeschichte abgeschlossen und das geniale Stück Der Herr Karl nach knapp einem Monat auch schon wieder Geschichte ist.

Aber der Herr Karl wird wohl noch länger nachwirken. Zu scharf trifft er den Nerv der Zeit – seiner wie unserer. Die vielen Reaktionen aus dem Publikum, die die unerwartete Aktualität des Stücks immer wieder bestätigt haben, scheinen uns recht zu geben.

Lieber Herr Karl, wir verabschieden uns von Ihnen mit einem weinenden – aber letztlich vor allem mit einem lachenden Auge! Gemma!

G‘schichten beim Heurigen in Tirol

Wörgl ist jetzt nicht gerade die Weingegend. Aber einen feinen Tropfen mit einer herzhaften Jause in geselliger Runde genießt man auch hierorts gern. Und der Astnersaal bietet dafür ein erstaunlich stimmiges Ambiente.

Beim Einlass in den Saal, eine Stunde vor Spielbeginn, hört man so manches erstaunte „ahhh“! Kein Wunder, denn zu diesem Zeitpunkt hat das Service- und Bar-Team um Birgit Hermann-Kraft allabendlich schon drei Stunden Arbeit hinter sich, um diesen einzigartigen Saal in einen gastlichen Heurigen zu verwandeln und den eintretenden Gästen mit einem appetitlichen Jausenbüffet aufzuwarten.

Die Stimmung steigt meist rasch, beflügelt von einem Glas Weißburgunder oder einem grünen Veltliner aus Gumpoldskirchen. Dazu trägt auch die feine Zither-Musik von Markus Mitterer bei, der die Gäste gepflegt unterhält. Einer dieser Gäste hat seinen „letzten Tag in Freiheit“ mit mehreren Achterln Rot begossen, denn morgen fängt er eine neue Hack‘n an, eine neue Arbeit im Magazin eines Feinkostladens.

Und dieser Gast zieht immer mehr die Aufmerksamkeit auf sich, bis die anderen Gäste zu Zuschauern werden und zwei Conférencières die „entzückenden Damen“ und „noch entzückenderen Herren“ in „diesem Heurigen, diesem Theater“ willkommen heißen. Und so bleibt der Gast auch dann Teil des Stücks, wenn einer aus seinen Reihen auf die Bühne tritt und die Geschichte erzählt. Seine Geschichte? Unsere Geschichte?

Der HERR KARL – letzte Aufführungen im Astnersaal Wörgl: FR 20.5. SO 22.5. und MI (vor dem Feiertag) 25.5.2022 – zu buchen über http://www.GSBW.net – beachten Sie die jeweiligen Beginnzeiten.

Der Herr Karl ist in Wörgl angekommen

„Schaun‘s, is doch eigentlich schön, Österreich. Und ma kennt‘s gar net“ – „Ja, ja, wirklich. Des mecht ma gar net glaubn, wann ma so in Wien is …“

Lang hat‘s gedauert. 60 Jahre, um genau zu sein, bis der Herr Karl auch nach Wörgl gekommen ist. Und damit er sich hier wohl und heimisch fühlt, haben ihm die Wörgler einen Heurigen eingerichtet und ihn mit Gumpoldskirchner Wein und Heurigenschmankerln empfangen. Der Herr Karl dankt es den Tirolern, indem er einen Monat hier bleiben wird. Also genug Zeit, ihn einmal im Astnersaal zu treffen.

Am 29. April war Premiere vor vollem Haus. Ein bunt gemischtes, best aufgelegtes Heurigenpublikum wurde vom Chef Stuart Kugler persönlich in Empfang genommen und zu den Plätzen geleitet. Das Service-Team unter Birgit Hermann-Kraft – Priska Mey, Anna und Hildegard Etzelstorfer – versorgte die Gäste mit einer zünftigen Heurigen-Jause, die Fleischliebhaber wie auch Vegetarier gleichermaßen mit selbst gemachtem aufgeschnittenem Schweinbratl, Erdäpfelkas und anderen Köstlichkeiten begeisterte. Die Heurigenweine und Traubensaft aus Gumpoldskirchen, kredenzt im Riedel-Glas, wurden von Barmann Christian Widauer ausgeschenkt, während die Gesellschaft mit feiner Zither-Musik von Markus Mitterer unterhalten wurde.

Die Conférencières Susanne Vikoler und Nachwuchstalent Emma Heiss (9), ausgestattet von Kathrin Puchwald und geschminkt von Nadine Sophie Hafner, begrüßten die Gäste mit einem von Markus Mitterer auf der Gitarre begleiteten Couplet, bevor der Herr Karl erstmals die Wörgler Bühne betrat. „Mir brauchen se gar nix derzähln, weil, i kenn des …“ – Und der Rest ist eh Geschichte!

Das Premierenpublikum dankte mit standing ovations. Wir danken zurück!

Infos und Buchung: www.gsbw.net

Die weiteren Spieltermine:

SA 30.04.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
FR 06.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SA 07.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
DO 12.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SA 14.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SO 15.05.2022, 19:00 Uhr – Heurigen 18:00 Uhr
FR 20.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
SO 22.05.2022, 19:00 Uhr – Heurigen 18:00 Uhr
MI 25.05.2022, 20:00 Uhr – Heurigen 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hotel Alte Post, Astnersaal, Andreas Hofer-Platz 2, Wörgl.

Hereinspaziert zu einem tiefschwarzen Heurigen

Am 29. April öffnet erstmals der Heurigen in Wörgls Astnersaal in der Alten Post. Doch zu der herzhaften Heurigenjausen mit Heurigenwein aus Gumpoldskirchen und feiner Zithermusik gibt es eine Portion Wiener Gemütlichkeit der etwas anderen Art.

Der Herr Karl erzählt gern aus seinem Leben, ob man es hören will oder nicht. Oft war er bei einer Hetz dabei, hat auch selber a Hetz gmacht. Nur bei ihm war immer auch das Herz dabei. Aber er ist bitter enttäuscht worden. Von den Frauen, vom Leben. Dabei hat er sich’s doch nur ein bisserl g’richt. Wie alle anderen auch.

Und dass man sich’s vor, während und nach dem Krieg halt a bisserl g’richt hat, wer soll einem das verübeln. Weil illegal, das war ja damals einjeder, das war so, wie wenn man heute bei der Partei ist oder der Gewerkschaft.

Der Herr Karl bringt es eben auf den Punkt: Das sind Dinge, da woll’n mir nicht dran rühr’n, da erinnert man sich nicht gern, niemand in Österreich. Und so solls auch bleiben: gemütlich, und a bisserl a Hetz halt.

Die Gaststubenbühne freut sich auf Ihren Besuch: Ab 29. April 2022 im Astnersaal Wörgl mit Jürgen Heiss als Herr Karl; Regie: Thomas Kraft und Livemusik mit Markus Mitterer. Weitere Mitwirkende: Susanne Vikoler, Emma Heiss.

Weitere Aufführungstermine: 30.04., 06.05., 07.05., 12.05., 14.05., 15.05., 20.05., 22.05. und 25.05.2022; Beginn des Theaters: jeweils 20 Uhr (Sonntags ab 19 Uhr). Heurigen jeweils eine Stunde zuvor. Buchungen über http://www.gsbw.net

2022 wartet mit einem Gusto-Stückerl auf

Nach dem ewigen Hin und Her, Auf und Ab, Spielen und Nichtspielen, Verschieben und wieder Verschieben der letzten zwei Jahre könnte einen durchaus Lust und Energie verlassen. Tut es aber nicht!

Nachdem wir bei der Gaststubenbühne Wörgl mit einem Jahr Unterbrechung Molières eingebildet Kranken im Herbst 2021 doch noch glücklich fertig spielen konnten, kamen die nächsten Lockdowns bei immer neuen Rekordwerten der Infektionszahlen und die triste Situation schien kein Ende nehmen zu wollen. Das nagt an den Nerven und lähmt. Es wird immer schwerer, über all die Energien hinaus, die die Bewältigung des Alltags in diesen Zeiten erfordert, auch noch genügend Energien für ein so herausforderndes Hobby aufzubringen, wie das Theater dies verlangt.

Für unsere Bühne war klar, wir wollen auch in diesem Frühjahr etwas machen. Dabei schien es aber vernünftig, über flexiblere Formen nachzudenken, die es ermöglichen, kurzfristig auf die jeweils aktuellen Situationen zu reagieren. So was ist bei Stücken mit 15 bis 20 Beteiligten naturgemäß höchst schwierig.

Das rief eine Idee wieder ins Bewusstsein, die ich schon seit Jahren mit mir herum trage. Der Herr Karl – jener geniale Monolog eines opportunistischen Wiener Grantlers, der in Österreich Nachkriegsgeschichte geschrieben hat und nie an Aktualität einzubüßen scheint. Und da wir in der Gaststubenbühne mit Jürgen Heiss einen (Fast-)Wiener haben, der diese Figur so grandios mit dem nötigen Lokalkolorit zum Leben zu erwecken im Stande ist, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für ein bösen, tiefschwarzen Wienerabend im Astnersaal.

Der Herr Karl von Helmut Qualtinger und Carl Merz, ab April 2022 im Astnersaal Wörgl

Das Jahr des Wartens

Nein, nix über Corona! Mag jemand das hunderttausendste Wehklagen lesen, wie hart es uns alle, die wir irgendwie mit Kultur zu tun haben, getroffen hat? Ich nehme mal an: nicht wirklich. Also, wir wissen natürlich alle, dass der nimmerendenwollende Lockdown das Kulturleben wie eine Keule getroffen hat, dass viele Kulturschaffende um ihre Existenz bangen müssen und dass die Superspreader-Events keine Theateraufführungen waren. Drum: nix über Corona, ich versuch‘s!

Das vergangene Theaterjahr sollte für mich vor allem im Zeichen Molières stehen: wir probten seit dem Frühjahr den eingebildet Kranken mit enormem Aufwand, traumhaften Kostümen und einer grandiosen Bühne, wobei ich die Haupt- und Titelrolle bekleiden durfte. Im November kam es zu drei Aufführungen vor halb bestuhltem Haus, dann wurde abgesagt, verschoben, gewartet, wieder verschoben, wir warten immer noch.

Im April und Mai sollten die Aufführungen meines Stücks „Emma“ in Hamburg stattfinden. Abgesagt, verschoben, warten … neue Termine im Herbst, dasselbe Spiel. Inzwischen dürfte die Sache vom Tisch sein.

Der Schaffensdrang sucht andere Ventile: Im Dezember las ich von einem Kurzhörspielwettbewerb auf Ö1, Themenvorgabe: Was wirklich geschah. Das reizte mich doch sehr und unter Mitwirkung von Gerhard Salchner und Andrea Praxmarer wurde wurde ein kleines (aber feines?) Kriminalstück umgesetzt und eingereicht. Und – wen überrascht‘s – im Wettbewerb stehen doppelt so viele Beiträge wie in den Vorjahren.

Und jetzt heißt es wieder warten: auf die Jury-Ergebnisse, aufs Lockdown-Ende, auf Theateraufführungen, auf Theaterbesuche, aufs Fühjahr, auf den Sommer, aufs Leben.

Nix über Corona, versucht hab ich‘s!

Hypochonder aus Leidenschaft

Die Corona-Welle scheint im Abflauen, doch die nächste Krankheit kommt bestimmt. Als hätte er ein besonderes Näschen dafür gehabt, hat Regisseur Gerhard Salchner schon vor dem Lockdown das wohl berühmteste Stück über Krank-Sein oder -Schein der Theatergeschichte für die kommende Herbstproduktion der Gaststubenbühne Wörgl gewählt: Le Malade imaginaire – Der eingebildet Kranke von Komödienpapst Molière.

Für die Schauspieler gab es erst eine Leseprobe, doch das Team arbeitet bereits auf Hochdruck: Kostümbildnerin Kathrin Puchwald hat unterstützt von Nadine Hafner (Maske und Regieassistenz) bereits erste umwerfend charmante Modelle präsentiert. Das von Regisseur Gerhard Salchner entworfene extravagante Bühnenbild wird von Hans Krail und Georg Feichtner umgesetzt und den Astnersaal einmal mehr in eine Theaterbühne der Extraklasse verwandeln.

Und dann werden natürlich vor allem wir Schauspieler gefordert sein – zwölf an der Zahl. Ein intensiver Sommer steht bevor!

DER EINGEBILDET KRANKE von Molière, eine Produktion der Gaststubenbühne Wörgl ab 17. Oktober 2020 im Astnersaal, Hotel Alte Post, Wörgl.

Emma in Hamburg

EMMA wird ihren Männern ab 17. April 2020 in Hamburg und Umgebung den Kopf verdrehen.

Die ProFilisten, eine engagierte Hamburger Theatergruppe, wird EMMA ab 17.4.2020 insgesamt fünf Mal in Hamburg und Bad Bevensen aufführen. Es ist die erste Produktion der neuen Fassung des Stücks, weshalb ich sehr gespannt bin.

Termine:

17.4.2020, Kulturhaus Eppendorf
19.4.2020, Brakula, Bramfeld
26.4.2020, Bürgerhaus Barmbek
2.5.2020, Vakuum, Bad Bevensen
8.5.2020, Goldbekhaus, Winterhude

Rückblick auf ein ereignisreiches Theaterjahr

Das Jahr 2019 stand wieder ganz im Zeichen des Schauspiels. Es begann im Jänner mit den Proben zu die Firma dankt und endete am 31. Dezember im Schauspielhaus Zürich. Was sonst noch geschah…

Nach längerer Abstinenz vom Regiestuhl wagte ich mich für die Frühjahrsproduktion 2019 der Gaststubenbühne Wörgl erneut an eine Inszenierung: Lutz Hübners Die Firma dankt mit seiner unverhohlenen Kapitalismuskritik hatte es mir angetan und ich bin überglücklich, dass ich das Stück in einer für die Gaststubenbühne völlig neuen Form mit fünf fantastischen Schauspielerinnen und Schauspielern auf die Bühne bringen konnte.

Wir durften die letzten Aufführungen vor vollem Haus und einem begeisterten Publikum spielen. Fünf großartige Schauspieler gaben auf der Bühne ihr Bestes und wurden mit tobendem Applaus belohnt. Und ehrlich: Ihr wisst gar nicht, wie wohl das immer wieder tut.

Neues Theater, neue Themen, neue Stilmittel. Natürlich ist uns klar, dass das eine Herausforderung, nicht nur für Spieler, Regie, Bühnenbild und Technik sondern auch für das Publikum darstellt. Aber gerade das macht die Theaterarbeit so spannend. Und so entschied sich unser Verein auch bei der Herbstproduktion für ein herausforderndes Stück, das dem Publikum einiges abverlangte. Gerhard Salchner inszenierte Schrottengel, eine ungewöhnliche Sozialstudie vor der Kulisse eines sozialistischen Plattenbaus. Und ich durfte in der wunderschönen Rolle des Vaters einmal meine ruhige Seite zeigen .

„Die festlich geschmückte Stadt Moravska Hana ehrte ihre heldenhaften Arbeiter, deren große Leistung von der Partei, von der Regierung wie auch vom gesamten Volk mit großer Anerkennung gewürdigt wurden. Mit nicht enden wollendem Jubel begrüßten die Massen den Einzug der Ehrengäste auf der Haupttribüne.“

Selbstverständlich besuchten wir auch zahlreiche Stücke als Zuschauer. Highlights im gehobenen Amateurbereich waren das Stadttheater Kufstein (La Cage aux Folles), die Arche Noe (Gretchen 89f von Lutz Hübner) oder die Freiluftaufführung des Sommernachtsttaums in Kufstein unter Klaus Reitberger und noch Ende 2018 der Schandstich des Theaters Niederndorf. Im professionellen Bereich überzeugten uns vor allem das Tanztheater der Sturm in Innsbruck und allen voran Faust 1 in der Silvesteraufführung des Schauspielhauses Zürich unter der Regie von Nicolas Stemann.

©Zoé Aubry

Für 2020 liegen bereits neue Pläne am Tisch. Mehr sei derzeit nicht verraten.